Advent zwischen Welten – Ein innerer Raum des Lichts

Es gibt Zeiten im Jahr, die uns in einer besonderen Weise berühren.
Für viele von uns gehört der Advent dazu – eine Phase voller Erinnerung, Duft, Licht, Stillwerden. Und manchmal führt uns das Leben an Orte, die weit entfernt sind von den Bildern, die wir aus unserer Kindheit kennen. Genau dort beginnt oft die tiefste Form der inneren Erfahrung.


Advent im Herzen – nicht im Außen

Für mich war der Advent viele Jahre lang eng verbunden mit dem Allgäu.
Mit Schnee, der leise vom Himmel fällt.
Mit frostiger Kälte, die das Atmen wie kleine Wolken erscheinen lässt.
Mit Plätzchenduft im ganzen Haus, einem warmen Kaminfeuer und Fenstern voller Sterne, Engel und kleiner gebastelter Wunder.

Es war eine Zeit, in der die Welt außen ruhiger wurde und innen wärmer.
Doch seit 2018 verbringen wir die Adventszeit nicht mehr in Deutschland, sondern irgendwo auf der Welt – und seit einigen Jahren nun in Paraguay.


Hier ist Advent Sommer.

Die Luft ist warm, die Vögel zwitschern schon früh am Morgen, alles ist grün, weit und lebendig. Der Himmel zeigt sein intensivstes Blau. In den Geschäften hängen Weihnachtsgirlanden über hell beleuchteten Regalen, während der Ventilator surrt – ein Bild, das gleichzeitig ungewohnt und liebevoll ist.
Und manchmal, wenn ich an einem heißen Tag Palmblätter sehe, während ich im Kopf noch an winterliche Adventsfenster denke, lächle ich innerlich.
Zwischen zwei Welten – und beide sind wahr


Es sind zwei Welten, die unterschiedlicher kaum sein könnten.
Beide vertraut.
Beide echt.
Beide voller Schönheit – nur auf unterschiedliche Weise.


Und vielleicht ist genau das die zarte Einladung dieser Jahreszeit:
Den Advent nicht an ein bestimmtes Bild zu binden. Nicht an Schnee, an Kälte, an ein winterliches Gefühl. Sondern zu erkennen, dass er etwas viel Tieferes meint.


Der wahre Kern des Advents

In der christlichen Tradition ist der Advent eine Zeit der Vorbereitung.
Ein inneres Bereitwerden.
Ein Öffnen für das Licht, das geboren werden will.
Es geht nicht um Wetter.
Es geht nicht um Deko.
Es geht nicht einmal um Traditionen – so schön und nährend sie auch sind.
Es geht um Erinnerung.
Darum, dass das Wesentliche in uns entsteht.
Dass das Licht, auf das wir warten, längst ein Teil von uns ist.
Dass Leben immer wieder geboren wird – in unseren Gedanken, in unserer Wahrheit, in unserem Mut, in unserer Bereitschaft, etwas Neues zu empfangen.


Vielleicht ist die eigentliche Frage des Advents nicht:
„Wie sieht es draußen aus?“
sondern
„Wie fühlt es sich in mir an?“
Ein innerer Raum, den wir überall betreten können
Vielleicht geht es im Advent darum, still zu werden – nicht äußerlich, sondern innerlich.
Zu lauschen.
Zu spüren.
Zu fühlen, welche neue Wahrheit in uns wachsen möchte.

Denn Advent ist ein innerer Raum:
Ein Raum des Lichts.
Ein Raum der Erwartung.
Ein Raum der Bereitschaft.
Ein Raum, der warm wird, egal ob draußen Schnee liegt oder die Sonne brennt.
Dieser Raum begleitet uns, ganz gleich, wo wir sind.
Im Allgäu.
In Paraguay.


Oder irgendwo auf der Welt, wo das Leben uns hinführt.
Vielleicht ist genau das die schönste Erkenntnis:
Dass Advent nichts ist, das man außen findet.
Sondern etwas, das man in sich wiederentdeckt.
Ein Licht, das wir nicht anzünden –
sondern erinnern.


Mit Liebe,
Amata


Backoffice-Bearbeitung: Nadja Mondy



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